Ein Dorf in den späten 80er Jahren: Zwei Töchter wachsen ohne Väter auf, denn der eine hat sich von einer Brücke gestürzt und der andere ist nach dem gewaltsamen Zeugungsakt über alle Berge; die Mutter der beiden stockt das Sozialgeld mit Telefonsex und dem Verkauf von Secondhand-Sachen auf. Es könnte alles besser sein …
Mit Märchen, Lügen und geschickter Manipulation versucht die Mutter, ihre Kinder von der Außenwelt abzuschirmen und gleichzeitig an sich zu binden. Hand in Hand geht sie mit ihren beiden kleinen Prinzessinnen durchs Dorf, wobei sie eigentlich »respektlose kleine Monster« sind, die sich teils biestig durch den Alltag schlagen.
Die gruselig-märchenhafte Isolation der Mädchen bekommt Risse, als die Ältere der beiden die Kraft der Neugierde entdeckt und zu ahnen beginnt, dass die Welt mehr für sie bereithält als nur dieses kleine, mühsam zusammengeflickte Leben.
Über dieses Buch
Mit dem aktuellen Roman Meeresbrise gelingt der Autorin auf schmalem Platz ein Meisterstück (Sylvia Treidl, Buchkultur)
Was Isolation aus einem Menschen machen kann: Davon handelt Carolina Schuttis fesselnder Roman über Lügen und Kindheit (Erwin Uhrmann, Die Presse)
Ein Schweben und nur die Ahnung eines Abgrunds erzeugen eine unglaubliche und mitunter unheimliche Sogwirkung. Literatur, die berührt, weil sie die Finger auf die Fragilität des Lebens legt (Bernd Melichar, Kleine Zeitung)
Carolina Schutti erzählt in ihrem brillanten Roman vom Leben zweier Schwestern, denen sich in der engen Welt ihres Dorfes durch die Entdeckung eines Kinderlexikons die große Welt eröffnet (Christa Gürtler, Die Furche)
Carolina Schutti erzählt melodiös von Kindheit, ersten Welterfahrungen, Enge und Aufbruch (Alexander Kluy, Wiener Zeitung)
Die Macht der Sprache kann helfen, Lügengebäude zum Einsturz zu bringen: Im Roman Meeresbrise erzählt die Tiroler Autorin Carolina Schutti von einer Selbstbefreiung (Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten)
Wie langwierig die Prozesse der Erkenntnis sind, wie mühsam das Herauslösen von missbräuchlichen familiären Beziehungsverhältnissen, wird in diesem Roman brillant zur Sprache gebracht. Und die akribische Sprachkünstlerin Carolina Schutti hat darüber hinaus einen zeitgemäßen Roman über das Hinsehen geschrieben, der auch davon erzählt, dass selbst kleinste Gesten der Außenwelt dazu imstande sind, die inneren Kräfte von Betroffenen zu mobilisieren (Gerlinde Tamerl, Der Standard)
Schutti verknüpft grundlegende Themen wie familiäre Gewalt, daraus entstandene Traumata und das Errichten einer imaginären Schutz-Welt mit dem schlussendlichen Versuch, aus diesem Leben auszubrechen. Ein zeitgemäßer und wichtiger Roman (Hubert Berger, Kronen Zeitung)
Carolina Schuttis Meeresbrise lässt sich auf vielerlei Weise lesen: als sozialkritischer Roman, der die Ausgrenzung einer Alleinerziehenden und ihrer beiden Töchter in einem Dorf sowie deren Armutsgefährdung darstellt; als Coming-of-Age-Roman, der die Befreiung eines Mädchens aus der engen Familienwelt darstellt, als Sprachkunstwerk, das den Grad des Erzählens aus der Wir-Perspektive zu einer Ich-Erzählung bravourös meistert. Das Grandiose dieses Textes besteht darin, dass er in der Überwindung der Genregrenzen alles zugleich ist (Anna Rottensteiner, Literatur in Tirol)
Was hier mit ungewöhnlicher stilistischer Kreativität präsentiert wird, ist die Wahrnehmung eines Ist-Zustands, der episodenhaft erzählt, lyrisch verdichtet, experimentell in Sprache gefasst und poetisch gedeutet wird (Gudrun Braunsperger, Ö1 Ex Libris)
In kurzen, sprachlich sehr fein gearbeiteten Textblöcken erzählt Carolina Schutti, wie in den Töchtern die Neugier aufs Draußen wächst (Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung)
In Meeresbrise wirft Carolina Schutti einen differenzierten Blick auf alleinerziehende Mutterschaft (Allegra Mercedes Pirker, ORF, ZIB)
Ein schmales Buch, aber eines, das eine ganze Welt in sich birgt (Martin Sailer, ORF Tirol)
Mit Meeresbrise ist der Autorin ein Sprachkunststück gelungen. So unaufgeregt sie erzählt, so eindringlich sind ihre Bilder (Kulturbuchhandlung Jastram, Ulm)
Sätze, die nachhallen. Eine Empfehlung (Hans Rouven, ekz)
Befreiung aus der Enge: Die Lektüre ist eine Freude und regt zum Nachdenken an – was will man mehr? (Joachim Schwend, Kreuzer)
Ein zeitgemäßer und wichtiger Roman (Hubert Berger, Kronen Zeitung)
Ein trauriger Roman aber ist es nicht, sondern ein hoffnungsfroher, schöner. Und nicht zuletzt einer über die Macht der Sprache, der Geschichten, des Wissens und der Literatur (Andrea Heinz, Tagebuch/Zeitschrift für Auseinandersetzung)
Presse international
Prix grand continent, sélection d’été
Avec Meeresbrise, Carolina Schutti signe un roman à la fois beau, subtil et d’une grande rigueur formelle. Le puvoir enchanteur des mots trompe et détrompe, il crée un monde protecteur et en révèle la vulnérabilité, mais l’essentiel réside en ceci qu’il appelle à inventer tourjours.
New Books in German 2023, Anna von Rath
Carolina Schutti’s Ocean Breeze is a beautifully written, slim, yet powerful novel. The book invites readers to thik about class, norms, mother-daughter relationships and many other serious issues.
New Books in German: Jury recommendation 2023, Eleanor Updegraff
Schutti’s sensitive way with words and keen eye for detail make this high-quality literary fiction with a captivatingly poetic touch. Meeresbrise is a haunting experience, a work of spare lyricism.
Milenio, Marcos Daniel Aguilar
En Brisa marina, Schutti teje un sutil lienzo en donde las figuras humanas pasan en una danza que marca el ritmo con el lenguaje conciso con que fue escrito, pasan las historias como imágenes de un carrete cinematográfico.
Übersetzungen

